Rundwanderweg Weiden

Ausgangspunkt: Wandertafel Großparkplatz

Verlauf: Östliche Richtung über Flutkanal (im Zuge der Waldnaabregulierung, die als Reichsarbeitsdienstprojekt 1937 begonnen wurde, entstanden), dann rechts in südlicher Richtung, den Flutkanal entlang mit freier Sicht nach Süden. Bei der Moosbürger Straße (Moosbürg: 1122 als Moosburg = Herrschaftssitz im sumpfigen Gebiet, erstmals genannt, seit 1914 Stadtteil von Weiden), wechseln wir auf die westliche Seite des Wassers und unterqueren die Straße weiter nach Süden bis Neubau (ehemalige Glasschleife). Jetzt nach Westen durch den Ortsteil Ullersricht (1379 erste Nennung als Ulrichs-Ried = Rodung des Ulrich). Hier unterqueren wir die B 15 und überqueren die Bahnlinie Weiden-Regensburg. 1 Gasthaus Zahner
1 Bushaltestelle.
In nordwestlicher Richtung ca. 1 km auf der Straße „zum Burgstall" {Burgstall ist eine befestigte Wehr- und Schutzanlage, oft an einem Flussübergang. In und um Weiden gab und gibt es mehrere Burgställe, so in Ullersricht, Rothenstadt, Moosbürg und im Stadtgebiet im Bereich des Schlörplatzes) weiter bis 2 Gasthaus „Hubertus". Dann durch den Wald ziemlich steil in nördlicher Richtung aufwärts bis zur Höhe „Spitalöd" (Flurname, bezieht sich auf einen zum ehemaligen Weidener Spital gehörenden Fluranteil). Auf dem Weg abwärts nach Frauenricht (Stadtteil von Weiden, 1326 erstmals als Ort „Frauenreut" genannt) blickt man über Neunkirchen (Neunkirchen wird um 1270 erstmals erwähnt. Der Ort ist nach einer „neuen Kirche" benannt und war Mutterpfarrei für Weiden. Seit 1972 nach Weiden eingemeindet) zum Parkstein (eindrucksvoller Basaltkegel) und rauhen Kulm.
3 Gasthaus „Beim Durber" (alter Hausname nach einem ehemaligen
Besitzer des historischen Hofes) 2 Bushaltestelle. Nach Überquerung der Manteler Straße kurz links, dann schräg rechts zum Flugplatz Latsch.
4 Pizzeria „Pegasus." In Folge kommen wir zur Bahnlinie Weiden-Bayreuth 3 Bushaltestelle. Nach deren Überquerung
5 „Schützenheim Alpenrose." Dann auch noch über die B 470 4 Bushaltestelle. Kurz in nordöstlicher Richtung, dann nördlich den Wald aufwärts bis zum Sportplatz. Jetzt abwärts in das Tal der Schweinenaab (der Name leitet sich von den Wildschweinen her, die in den durchflossenen Waldgebieten häufig zu finden waren). Nach dem Passieren des „Maxenstegs" (längere Holzbrücke) links aufwärts zum Parkplatz an der Parksteiner Str.
Auf der anderen Seite weiter durch die Mooslohe (Moos=mit Moorpflanzen bewachsenes Land, Lohe=feuchtes Land, auf dem einzelne Baumgruppen • meist Laubbäume -) stehen. (Auf Höhe der Waldabteilung „Richterweiher" Abstecher zur 6 Gaststätte „Zum Alten Schuster" und zur 5 Bushaltestelle). Nach längerer Waldwanderung überqueren wir die Autobahn Weiden - Hof.Am Schätzlerbad (benannt nach dem Gründungsmitglied des Schwimmvereins Hans Schätzler, der auch lange Zeit 1. Vorsitzender war und für die Schulden des Vereins, die durch den Bau des Schätzlerbades 1930 entstanden waren, mit seinem Vermögen bürgte) 6 Bushaltestelle vorbei zur Dr.-Kilian-Straße (Dr. Georg Kilian, * 1903 in Fürth + ebd. 1973, Vorsitzender der Deutschen Tafelglas AG Fürth, 1963 Ehrenbürger der Stadt Weiden). Ihr folgen wir in östlicher Richtung und kommen dann unter der Bahnlinie Weiden - Hof hindurch, in den Stadtteil Hammerweg (benannt nach dem Weg zum ehem. Eisenhammer Harlesberg, der 1270 als „Hornungsperg" erstmals genannt wird) 7 Bushaltestelle. In gleicher Richtung weiter durch das Wohnviertel bis zum Herbstaugraben. Hier Sicht nach Neustadt, „St. Felix", Hammerharlesberg und Görnitz (1270 als „Gorntze" genannt, Name kommt von slawisch „gornica"-kleiner Berg). Weiter südlich über eine Holzbrücke und Wiesen zum Flutkanal. Wir gehen über das Wehr und auf der anderen Seite östlich am Umspannwerk vorbei in freies Gelände mit Blick auf Görnitz und Edeldorf (der Name leitet sich wohl von einer Siedlung eines Edilo oder Atilo, von althochdeutsch adal=Adel, ab). Vor einem Wassergraben biegen wir im rechten Winkel nach Süden ab und folgen ihm bis zur Neumühle (1865/66 erbaute der Müller Georg Josef Fiedler aus Almesbach die „Neumühle". Nach einem Brand wurde sie 1902 neu aufgebaut). Hier biegen wir links in östlicher Richtung ab und kommen in den „Almesbacher Weg" (Almesbach=Albenbach oder Alberbach, Albe=Pappel, ursprünglich Standort einer Mühle und einer Ziegelei, seit 1950 Ausbildungsstätte für die Landwirtschaft) 8 Bushaltestelle
7 Gaststätte „Casa Andalusia"
. Auf dem Almesbacher Weg weiter an der Lehranstalt Almesbach vorbei zur Vohenstraußer Straße. Auf der anderen Straßenseite weiter kommt man zur Dekan-Pfeiffer-Ruhe (benannt nach Dr. Richard Pfeiffer, *1867, ev.-luth. Stadtpfarrer, 1. Vorsitzender des Hauptvereins des OWV). Hier ein herrlicher Blick über ganz Weiden von Rothenstadt im Süden über Neunkirchen, Rauher Kulm und Parkstein im Westen, bis St. Felix im Norden. Im Hintergrund ein Teil des Steinwaldes. Weiter geht es bis kurz vor das Zollhaus (Um 1759 als Mautstation an der Grenze des fürstlich-lobkowitzischen Amtes Waldthurn-Waldau und der ehemaligen Landgrafschaft Leuchtenberg errichtet, bis 1997 beliebte Bierwirtschaff). Hinterhalb vorbei und dann südlich abwärts in den Wald. Mitten im Wald kommen wir am Gedenkstein an den Früheren Weiler Schirchendorf vorbei. Nach einer romantischen Niederung geht es in westlicher Richtung steil aufwärts zur Waldkapelle „Heilige Staude" (bereits 1422 als Flurname, 1470 als Kirche genannt, der Amberger Bürger Hans Klopfer schenkte sie in diesem Jahr Bürgermeister und Rat der Stadt Weiden. Der heutige Bau ist eine Stiftung von F.X. Hammer und wurde 1952 vollendet). Nach Überquerung der Ostmarkstraße (entstand im Dritten Reich zur Erschließung der „Bayerischen Ostmark", führte von Hof nach Passau) geht es hinab zur Schirmitzer Straße mit schönem Blick nach Weiden. Auf der anderen Straßenseite geht es über die Naabwiesen wieder zum Flutkanal. An diesem entlang bis zum Ausgangspunkt.