Vierlingsturm (Zeichnung)

Der Vierlingsturm

Schon um 1890 hatte Pfarrer Brugglocher erstmals den Gedanken auf dem Weidener Hausberg einen Aussichtsturm zu errichten. 1906 wurde diese Idee durch Kommerzienrat Otto wieder aufgegriffen und sollte realisiert werden. 1907 beschloß man den Turm zu bauen und startete einen Spendenaufruf.
Es gingen 2040 Mark ein, jedoch der Kostenvoranschlag von 6500 Mark schreckte die Vereinsmitglieder ab und der Baueifer erlahmte.
Im Jahre 1914 begann man endgültig mit dem Bau des Turmes, den man im Juli bereits einweihen wollte.
Es kam jedoch ganz anders. Im Juni wurde der Bau polizeilich eingestellt, da der verwendete Sand von minimaler Qualität und die Steine zu naß seien. Den endgültigen Todesstoß versetzte noch die Landesgewerbeanstalt in Nürnberg.

Dr. Herrmann Vierling

1922 wurde Dr. Herrmann Vierling zum 1. Vorstand des Vereines gewählt. Ein unermüdlicher Motor des Turmbaus. Er bemühte sich eifrig um die Fortführung des Baus. Er sammelte Geld und Sachspenden bei der Bevölkerung und organisierte mehrere gut besuchte Veranstaltungen. Ebenfalls erwies sich der Verkauf von Bausteinen als sehr erfolgreich und so wurde in der Ausschußsitzung im November 1923 vom Vorsitzenden mitgeteilt, daß mit dem Bau im nächsten Jahr begonnen werden kann.
Mit den Bauarbeiten wurde am 14. Juli 1924 begonnen. Der Turm wurde auf eine Höhe von 25 Metern gebaut. In der Freude mischte sich noch ein Wermutstropfen. Die Stadt war bereit, 5000 Mark für den Turmbau als Zuschuß zu genehmigen, wollte jedoch den Turm in das Eigentum der Stadt übernehmen. Dieses Ansinnen wurde vom Verein abgelehnt.
Am 27. September 1924 übergab Baumeister Peter Weiß den fertigen Turm dem Zweigverein Weiden, der “Stoabauer” Lukas schenkte den Fahrweg zum Turm und am 05. Oktober 1924 wurde der Turm in festlichem Rahmen eingeweiht.
Wäre noch zu erwähnen, daß Dr. Hermann Vierling am 29. März 1926 im Alter von 50 Jahren und 11 Monaten verstarb.
Der Vierlingsturm ist Mittwoch, Samstag und Sonntag geöffnet (Öffnungszeiten der Strobelhütte). Der Aufstieg bis zur oberen Plattform ist möglich. Eintritt frei.